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Legionellen vermeiden

 

Bei Legionellen handelt es sich um Mikroorganismen, die sich im Trinkwasser befinden können – auch im von Versorgern bereitgestellten Trinkwasser. Die Konzentrationen sind hier aber noch sehr gering und ungefährlich. Der Grenzwert für Legionellen liegt bei 100 koloniebildenden Einheiten (KBE) pro 100 Milliliter. Ab 10.000 KBE pro 100 Milliliter liegt eine extrem hohe Kontamination vor, die ein Duschverbot oder den Einsatz von Kohleaktivfiltern zur Folge hat.

 

Denn nur durch die feine Zerstäubung des Wassers beim Duschen können sich Verbraucher über die Atemwege mit Legionellen infizieren. Im schlimmsten Fall führt das zur Legionärskrankheit, die die Lunge befällt. Das Trinken des Wassers, die Verwendung zum Händewaschen oder Kochen sind weiterhin gefahrlos möglich.

 

Legionellen vermehren sich im stehenden Wasser. Als Bewohner einer Wohunung müssen Sie dafür Sorge tragen, dass das Wasser an allen Entnahmestellen in Ihrer Wohnung regelmäßig fließt.

Am besten dreimal pro Woche.

 

Vorbeugen und schützen – vier Tipps

 

  • Bei einer Abwesenheit von vier Stunden bis zu zwei Tagen genügt es, das Wasser vor Benutzung 30 Sekunden laufen zu lassen. So kann das Stagnationswasser aus den Leitungen ablaufen.

 

  • Bei Abwesenheit von mehr als zwei Tagen sollten Sie die Absperreinrichtungen für Ihre Wohnung schließen und das Wasser nach Ihrer Rückkehr an allen Entnahmestellen fünf Minuten fließen lassen. Vergessen Sie auch die Dusche und die WC-Kästen nicht. Sie können auch einen Nachbarn oder Bekannten bitten, das Wasser spätestens alle 3 Tage wie beschrieben laufen zu lassen.

 

  • Nutzen Sie regelmäßig heißes und kaltes Wasser an allen in der Wohnung vorhandenen Wasserhähnen. Grundsätzlich sollten Sie das Wasser so lange laufen lassen, bis es heiß wird und eine gleichbleibende Temperatur erreicht ist.

 

  • Reinigen und entkalken Sie regelmäßig die Perlatoren der Wasserhähne und Duschköpfe, z.B. mit Essigessenz.

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